Erfahrungs­bericht

Annika – Schulaufenthalt im Ausland

Erfahrungs­bericht

Annika – Schulaufenthalt im Ausland
Bewerbungsprozess

Um ein Stipendium an einem United World Colleges zu bekommen, durchläuft man ein Bewerbungsverfahren. Ich habe also ein Jahr vor Abreise eine Onlinebewerbung ausgefüllt und wurde schließlich zu einem Auswahlwochenende eingeladen. Hier wurden einige Interviews alleine und in der Gruppe geführt und viele gemeinsame Projektaufgaben bearbeitet. Im Grunde begann bereits beim Auswahlwochenende die UWC-Erfahrungen, da ich schon dort neue Freunde gefunden habe und viel über mich selbst gelernt habe.

Das habe ich gemacht

Ich verbringe meine letzten zwei Schuljahre am UWC Red Cross Nordic in Norwegen. Hier werde ich in diesem Sommer auch meinen Schulabschluss machen – das IB, mit dem ich dann weltweit studieren kann. Die United World Colleges sind eine ganz besondere Austauscherfahrung, weil an den Schulen Schüler/-innen aus aller Welt für zwei Schuljahre zusammenkommen. So teilte ich mir z.B. ein Vierer-Zimmer mit Toy aus Taiwan, Amber aus Belize und Sophie aus den Niederlanden. Bereits im Zimmer lernt man sehr viel über andere Kulturen. Das kann beispielsweise die Essgewohnheiten, die Sprache oder die Ansichten zum eigenen Land betreffen.

Kosten

Die Stiftung vergibt bedarfsorientierte Stipendien an ihre Schüler/-innen. Bevor ich meinen Schulaufenthalt in Norwegen begonnen haben, wurde – ähnlich wie beim Bafög – ermittelt, wie viel meine Eltern von den Kosten tragen können. Die restliche Summe wurde durch die Stiftung geleistet. So kann sichergestellt werden, dass jede/-r unabhängig von dem finanziellen Hintergrund eines der United World Colleges besuchen kann. Das Stipendium umfasste dann die komplette Verpflegung und Unterbringung an der Schule.

Mein Tipp

Sei du selbst und mach dir keine zu großen Gedanken zum Auswahlverfahren. Du kannst nur an tollen Erfahrungen gewinnen.

Mein Fazit

Am UWC ist der Geschichtsunterricht zu meinem Lieblingsfach geworden. Das liegt daran, dass in jeder Stunde nicht nur Wissen über das Fach vermittelt wird, sondern der Unterricht auch ein riesengroßer kultureller Austauschort ist. Die Schüler/-innen diskutieren historische Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven und berichten, wie im eigenen Land über das Thema gedacht wird. Meine Zeit am UWC in Norwegen war voller Abenteuer, Emotionen, Diskussionen und Erlebnisse. Mir wurden neue Perspektiven eröffnet, denn am UWC lernte ich mit der Welt, von der Welt und für die Welt.

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