Erfahrungs­bericht

Jan-Daniel – Freiwilligendienst kulturweit

Erfahrungs­bericht

Jan-Daniel – Freiwilligendienst kulturweit
Bewerbungsprozess

Die Bewerbung bei kulturweit ist relativ aufwendig, aber es lohnt sich. Man muss zunächst in einem Online Bewerbungsportal einige Fragen zu seiner Person und zu seiner Motivation einen kulturweit-Freiwilligendienst zu machen beantworten. Danach kommt es auf die Partnerorganisation an (Organisationen, die mit kulturweit zusammenarbeiten, um die Einsatzstellen zu vermitteln. Z.B. Das Goethe-Institut). In der Regel aber hat man ein Bewerbungsgespräch mit der jeweiligen Partnerorganisation. In meinem Fall musste ich nach Bonn fahren, um dort ein Bewerbungsgespräch mit der PAD/ZfA (Pädagogischer Austauschdienst / Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) teilzunehmen. Nach diesem Bewerbungsgespräch bekommt man per Mail einen Zusage- /Ablehnungsbescheid oder man erhält die Nachricht, dass man im Nachrückverfahren teilnehmen wird. Ich bin damals direkt vermittelt worden.

Das habe ich gemacht

Ich habe 6 Monate an einem Gymnasium in Slowenien gearbeitet. Dort habe ich Verschiedenes getan. Unter anderem habe ich im Deutschunterricht ausgeholfen, in dem ich einzelne Teile des Unterrichts übernommen habe oder auch eigenständig Unterrichtsstunden hielt. Außerdem war ich beteiligt an der Vorbereitung der Schüler/-innen auf die Deutsche-Sprachdiplom-Prüfung und auf den Wettbewerb „Jugend debattiert“. Darüber hinaus habe ich mich, dank meiner sehr guten Kenntnisse im Spanischen, auch im Spanischunterricht engagiert. Am Wochenende nutzte ich sehr häufig die ausgezeichnete geographische Lage Sloweniens, um das Land selbst, aber auch andere Länder Mittel- Süd- und Osteuropas zu bereisen. Von Serbien, über Ungarn bis nach Italien durfte ich so einige der schönsten Orte der Welt besuchen.

Kosten

Bei den Lebenshaltungskosten fördert kulturweit ihre Freiwilligen mit 350€ monatlich (zzgl. Kindergeld). Dieses Geld hat mir gut sowohl für mein Zimmer, als auch für Lebensmittel, Kultur und Transport gereicht. Darüber hinaus bezuschusst kulturweit einen Sprachkurs in der jeweiligen Landessprache.

Mein Tipp

Wenn man einen kulturweit-Freiwilligendienst absolvieren möchte, muss man in meinen Augen offen sein, seine Komfortzone zu verlassen und bereit sein sich auf Neue und ungewohnte Erfahrungen einzulassen.

Mein Fazit

In der kurzen Zeit, in der ich in Slowenien leben durfte, habe ich außerordentlich viel mitgenommen. Slowenien ist ein unbeschreiblich facettenreiches und vielseitiges Land und überraschte mich immer wieder aufs Neue. Was mir in den ersten Wochen in Slowenien besonders aufgefallen ist, war, dass man in Cafés oder Restaurants die Rechnung nicht getrennt zahlt, sondern im Regelfall jeder die Hälfte zahlt. Diese slowenische Gepflogenheit, über die ich stolperte, schien mir natürlich zuerst fremd, trotzdem ist es Etwas, das ich gerne beibehalten möchte. Man hält aber nicht nur beim Bezahlen der Rechnung deutlich mehr zusammen als in Deutschland, sondern auch der allgemeine Zusammenhalt in Slowenien ist ausgeprägter. So divers und vielfältig Slowenien ist - vor allem durch die etlichen Dialekte und die diverse Flora und Fauna - so klar und einheitlich ist es auch. In Slowenien gibt es nur ein Schulsystem und nur eine relativ große Stadt - Ljubljana. Dieses Gefühl von Einheit gefällt mir deutlich an meinem Einsatzland, denn oft hat man in Slowenien das Gefühl, als kennen sich alle Slowenen untereinander, was bei der Bevölkerungszahl von ungefähr zwei Millionen Einwohner(inne)n vielleicht nicht ganz abwegig ist. Dies bewirkt, dass man sich wie ein Teil eines großen Ganzen fühlt, dass man Teil einer geschlossenen, in sich diversen Einheit ist. Dieses Gefühl von Einheit vermisse ich teilweise in dem Land, das jedes Jahr am 3. Oktober den Tag der Deutschen Einheit feiert.

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