Erfahrungs­bericht

Elsa – Freiwilligendienst weltwärts

Erfahrungs­bericht

Elsa – Freiwilligendienst weltwärts
Organisation
bezev
Land
Indien
Dauer
12 Monate
Bewerbungsprozess

Ich wusste schon lange, dass ich nach meinem Abitur für eine Weile ins Ausland gehen möchte um mich in einem gemeinnützigen Projekt zu engagieren. Schon sehr früh habe ich angefangen im Internet nach Organisationen/Trägern für mein Vorhaben zu suchen und habe mich dann über ein Jahr vor meiner Ausreise bei Bezev beworben. Erst ein halbes Jahr später ging es dann los mit einem Auswahltag in Köln bei dem sich alle zukünftigen Freiwilligen kennen lernen konnten.

Vor der Abreise

Im Mai und Juni 2018 fanden dann die beiden Vorbereitungsseminare statt bei denen es dann unter anderem um Formalitäten wie Visum, Versicherung und Unterstützungskreis ging. Andere Themen und Inhalte der Seminare waren einmal die individuelle Vorbereitung auf die Einsatzstellen, aber auch das Auseinandersetzen mit globalen Themen wie Rassismus, Kolonialismus und die Rolle von uns als Weiße im Ausland. All diese Themen waren sehr umfangreich und spannend.

Das habe ich gemacht

Als ich Ende August 2018 in Asha Niketan Kolkata ankam, wusste ich trotz aller Vorbereitungen nicht was mich erwartet und musste mich dennoch sehr schnell in den Alltag des Community Lebens einfinden. Asha Niketan ist eine von über 100 Lebensgemeinschaften weltweit und fördert besonders das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, dem gegenseitigen Abbau von Vorurteilen und dem Wachsen mit der Gemeinschaft.
Meine Aufgabe in der Arche war es, die Core Member (Bewohner/-innen) in ihrem Alltag zu unterstützen und zu begleiten. In der Woche war ich im Day-Care-Center und betreute Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren die außerhalb wohnten und nur tagsüber in die Arche kamen. Dort gehörte ebenso das Üben von Lesen und Schreiben aber auch viele kreative Arbeiten wie Singen, Tanzen und Spielen zu meinen Aufgaben. Manchmal machten wir mit den Kindern auch kleinere Ausflüge in den Zoo oder in ein Museum. In den Ferien und an den Wochenenden waren Day-Care-Center und Workshops geschlossen, sodass nur etwa 20 Residentials in der Arche waren. Es gab Ausflüge, es wurden Feste gefeiert und manchmal auch einfach gespielt oder sich ausgeruht. Manchmal standen Arbeiten im Garten oder Haus an, die wir gemeinsam mit den Core Membern machten. Ich hatte es nicht immer leicht mit meinen Kolleg(inn)en und auch das völlige Anpassen an Kultur und Traditionen brachte mich zwischenzeitlich wirklich an meine Grenzen. Ich habe ein erlebnisreiches Jahr voller neuer Erfahrungen hinter mir und bin unglaublich dankbar für alles was Indien und Asha Niketan mich gelehrt hat und trotzdem ist die Freude auf Deutschland riesig.

Kosten

Jeder Freiwillige wird gebeten 25 % der Kosten durch das Aufbauen eines Spendenkreises zu finanzieren. Die restlichen 75 % werden übernommen.

Mein Tipp

Zukünftigen Freiwilligen kann ich nur ans Herz legen, sich im Voraus gut über die Einsatzstelle zu informieren, sich mit ehemaligen Freiwilligen auszutauschen und wirklich zu überlegen, ob das Projekt das Richtige ist. Auch über die Unterkunft sollte man sich informieren: So war es für mich zum Beispiel sehr schwer direkt in meiner Einsatzstelle zu wohnen und eigentlich immer abrufbar zu sein. Hätte ich in einer Gastfamilie oder WG mit anderen Freiwilligen gewohnt, wäre es sicherlich nochmal eine ganz andere Erfahrung geworden.

Mein Fazit

Indien ist ein wahnsinnig spannendes und wunderschönes Land, aber grade als Frau muss man sich an vieles erst einmal gewöhnen und sich voll und ganz auf etwas Neues einlassen um die Kultur mit all ihren Eigenarten und Besonderheiten verstehen zu können. Ich bin froh dieses Jahr gemacht zu haben, würde es aber trotzdem kein zweites Mal machen.

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