Erfahrungs­bericht

Karim – Freiwilligendienst weltwärts

Erfahrungs­bericht

Karim – Freiwilligendienst weltwärts
Organisation
nicht mehr aktiv
Land
Indien
Dauer
6,5 Monate
Bewerbungsprozess

Ich habe mich etwa ein Jahr vor dem Abflug dazu entschieden, ins Ausland zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nur nicht, in welchen Rahmen ich dies tun möchte.
Glücklicherweise gab mir schließlich ein Mitbewohner aus meiner Lebensgemeinschaft (Einrichtung der Jugendhilfe) einen Flyer von
„Careleaver Weltweit“. Da sie umfangreiche Hilfen für Careleaver anbieten, habe ich mich direkt beworben und würde es immer wieder machen. Zusammen mit meinem Mentor sprachen wir darüber, welche Ideen, Wünsche und Vorstellungen ich habe, recherchierten schließlich und sind letztlich ziemlich schnell auf mein zukünftiges Projekt gestoßen. Hilfreich war, dass die Leiterin von „Careleaver Weltweit“ bereits Kontakt zu ijgd hatte, die ihr schon ein für mich passendes Projekt empfohlen haben, für welches ich mich schließlich entschied. Von dort an habe ich mich online bei ijgd beworben, hatte ein Auswahltelefonat und wurde schließlich zu einem knapp zehntägigen Vorbereitungsseminar eingeladen, welches ich sehr genossen habe.

Das habe ich gemacht

Auf dem Papier sollte ich im Bereich der Öffentlichkeits- und administrativen Arbeit unterstützen. Hauptsächlich habe ich an einem YouTube-Kanal für die Organisation gearbeitet, den ich neu erstellte. Außerdem veröffentlichte ich einen Spendenaufruf und half dabei internationale Entsendeorganisationen anzuschreiben und zu einer Kooperation zu bewegen.

Kosten

Da ich von „Careleaver Weltweit“ unterstützt wurde, musste ich kaum Kosten selbst tragen. Von ihnen wurden u.a. die Kosten des Visums, der Reiseapotheke oder die eines Koffers übernommen. Selbst bezahlt habe ich eigentlich nur ans Land angepasste Kleidung und einen Teil meiner Reisekosten. Im Ausland wurde uns eine kleine Wohnung gestellt, in der wir zu zweit lebten. Zur Verpflegung haben wir monatlich 50 Euro erhalten und für weitere Ausgaben 100 Euro Taschengeld.

Mein Tipp

Zu viele Tipps würde ich ungern geben, da die Freiwilligen ihre eigenen Erfahrungen machen sollten. In erster Linie sollte man aber auf jeden Fall offen für sein Gastland und seine Kulturen sein. Schließlich unterscheidet sich die Welt des Globalen Südens stark von unserer Sphäre.
Außerdem ist es wichtig seine eigenen Ansprüche ein wenig runterzuschrauben, vor allem was das Projekt betrifft. Ich war lange frustriert, da ich das Gefühl hatte, dass ich unproduktiv bin und im Projekt nichts erreiche. Es sind aber schon die kleinen Dinge, worüber sich die Partnerorganisation sehr freut. Das wichtigste aber ist vor allem Spaß zu haben und das Beste aus seinem Auslandsjahr zu machen, da die meisten nur ein Mal in ihrem
Leben dazu kommen.

Mein Fazit

Zusammenfassend hat mich mein Freiwilligendienst, auch wenn er aufgrund des Corona-Virus verkürzt war, sehr vorangebracht. Ich bin deutlich anpassungsfähiger geworden, da ich die Herausforderungen im Ausland meisterte, habe zu schätzen gelernt, was ich alles in Deutschland habe. Dazu zähle ich nicht nur unseren privilegierten Lebensstandard, sondern auch meine Freunde und Familie. Ich bin auch selbstständiger geworden, da ich mich selbst versorgen musste und auch alleine gereist bin. Mir ist es außerdem gelungen mein Englisch zu verbessern, was mir sehr wichtig war, da ich für meine zukünftige Universität ein Englischzertifikat benötigte, das ich mit mehr als die benötigten Punkte einreichen konnte.
Alles in allem haben mir diese fast sieben Monate sehr viel gebracht und ich bin dankbar für diese Entscheidung und die Unterstützung, die ich vor allem von „Careleaver Weltweit“ und den dazugehörigen Akteuren erhielt.
Deshalb kann ich einen weltwärts-Freiwilligendienst für Leute, die offen für neues sind, sehr empfehlen.

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