Erfahrungs­bericht

Merle – Schulaufenthalt

Erfahrungs­bericht

Merle – Schulaufenthalt
Bewerbungsprozess

Auswahlkriterien beim Voltaire-Programm sind nicht vornehmlich die schulischen Leistungen, sondern die gesamte Persönlichkeit und Motivation

Das habe ich gemacht

Als ich in Südfrankreich angekommen bin, wirkte zunächst alles sehr fremd auf mich. Meine Austauschpartnerin und ihre Eltern erwarteten mich schon, aber jetzt sollte ich plötzlich Französisch reden! Angst hatte ich jedoch nur ein bisschen. Französisch gefiel mir im Laufe der Zeit immer besser, ich mag die Melodie der Sprache. Anfangs war es noch sehr schwierig, sie zu sprechen, verstehen konnte ich das meiste aber schon relativ gut. Nach etwa drei Wochen wurde es plötzlich leichter und von da an machte ich sehr viele Fortschritte. Die Schule war ziemlich anstrengend, vor allem am Anfang. Ich verstand vieles nicht, und das Lycée war groß und unübersichtlich. Mit der Zeit fand ich mich zurecht und verstand mehr, meine Klasse hat mir sehr dabei geholfen. Ich war in einer AbiBac-Klasse, weshalb die Schüler auch sehr interessiert an uns Deutschen waren, jedoch nur, weil wir Deutsche waren. Es hat Zeit gebraucht, bis wir richtige Freunde geworden sind. Es hat sich aber sehr gelohnt: Ich freue mich, in dieser Klasse gewesen zu sein und vermisse sie jetzt schon. Weihnachten fand ich schwierig, es war einer der Gründe, warum ich wirklich lange überlegt hatte, ob ich den Austausch machen sollte oder nicht. Ich war dann aber doch froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Es war eine tolle Erfahrung, Weihnachten in einer anderen Familie zu erleben. Dazu hat man nicht oft die Gelegenheit.

Kosten

Das Voltaire-Programm ist für Schüler/-innen kostenlos.

Mein Fazit

Nun, da ich wieder zu Hause bin, sehe ich erst, wie groß die Fortschritte sind, die ich in Frankreich gemacht habe, im Vergleich mit meinen deutschen Klassenkameraden. Auch fällt es mir jetzt sehr leicht, zwischen Sprachen hin-und her zu wechseln. Ich habe mich in Frankreich weiterentwickelt, bin insgesamt reifer geworden. Ich habe jetzt mehr Selbstvertrauen und kann mich auch besser zurückhalten als vorher. Außerdem bin ich sensibler gegenüber Selbstverständlichkeiten geworden; solche, bei denen man denkt, sie seien selbstverständlich. Aber dann stellt man fest, dass andere Menschen (aufgrund kultureller und sprachlicher Unterschiede oder einfach der Perspektive wegen) ganz anders darüber denken. Deshalb finde ich es auch besonders toll, diesen Austausch gemacht zu haben, weil ich diesen Perspektivenwechsel erlebt habe. Dieser Austausch war eine Erfahrung für das ganze Leben und ich bin dankbar, dass ich die Chance hatte, an ihm teilzunehmen.

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