Erfahrungs­bericht

Valerie – Schulaufenthalt

Erfahrungs­bericht

Valerie – Schulaufenthalt
Organisation
Experiment e.V.
Land
Australien
Dauer
10 Wochen
Vor der Abreise

Ich hatte mit der Gastfamilie schon vor der Abreise seit über 2 Monaten Kontakt.

Das habe ich gemacht

Ich flog nach Adelaide und dort haben mich meine Gasteltern und meine beiden Gastgeschwister, die in meinem Alter waren, abgeholt. Meine Gastfamilie wohnt mitten im Nirgendwo. Am Anfang war das etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach fing ich an es dort zu lieben. Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit der Sprache da die Australier/-innen, vor allem im Landesinneren, einen sehr starken Akzent haben. Mein Englisch war davor bereits ziemlich gut, aber ich habe schnell gemerkt, dass mir viele Wörter die man dort tagtäglich braucht, wie z.B. Frischhaltefolie, fehlen. Aber das führte zu sehr vielen, lustigen Situationen und irgendwie habe ich es immer geschafft, mich zu verständigen.

Die Schule in Australien war sehr anders als in Deutschland. Wir wurden jeden Tag vom Schulbus abgeholt. Um 8.40 Uhr begann die Schule. In den ersten zehn Minuten hatten wir Care Group, da wurde die Anwesenheit kontrolliert und unsere Lehrerin teilte uns mit, wenn Lehrer/-innen krank waren oder die Schule etwas veranstaltete. Ich hatte jeden Tag bis um 15.30 Uhr Schule. Meine Fächer konnte ich mir selber aussuchen. Ich habe Englisch, Kunst, Sport, Biologie und Psychologie gewählt. Der Unterricht war ziemlich einfach, es ging weniger um Allgemeinwissen wie in Deutschland, man hat eher Sachen fürs Leben gelernt, die in Deutschland nicht auf dem Lehrplan stehen. In Erlebnispädagogik habe ich zum Beispiel viel über Fahrräder gelernt, wie man sie repariert und wie man in der Wildnis überleben kann.

Ich habe mit meiner Gastfamilie so viel erlebt, wir haben Opossums gefüttert, Kängurus und Koalas im Wildtierpark gestreichelt, waren unzählige Male mit dem Hund spazieren und haben dabei frische Orangen gepflückt und gegessen, Sonnenuntergänge angeschaut, haben unsere australischen Lieblingslieder gesungen und uns gegenseitig Zungenbrecher in der anderen Sprache beigebracht.

Mein Fazit

Mein Englisch hat sich in diesen zehn Wochen total verbessert. Nach zwei Wochen fing ich schon an, auf Englisch zu denken und habe sogar angefangen auf Englisch zu träumen. Die Zeit ging unfassbar schnell um.

Meine Gastfamilie ist mit mir sehr viel rumgereist und ich bin so dankbar dafür, dass ich mit ihnen so viel erleben konnte. Die Bindung zu meiner Gastfamilie wurde immer enger. Am letzten Abend sind dann meine engsten Freunde zu uns gekommen und wir saßen alle gemeinsam am Lagerfeuer und haben die letzten Momente zusammen genossen. Der Abschied fiel uns allen total schwer, aber meine Gastfamilie kommt im April nach Deutschland und auch ich werde sie schnellstmöglich wieder besuchen.

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